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Nach dem Tod seiner Mutter zieht Vincent Cavaillé-Coll mit seiner Frau nach Nîmes. Er wird wieder unabhängiger Orgelbauer und bricht endgültig mit seinem Bruder, zu dem Zeitpunkt, als das Pariser Unternehmen in die neuen, 2800 m2 großen Werkstätten der avenue du Maine umzieht. Dort finden alle dem „Meister" nahestehenden Menschen zusammen.

Als im Jahr 1833 Zénaïde Blanc/Cavaillé in Nîmes verstirbt, zieht Vincent wieder nach Paris. Dort wohnt er zunächst bei seiner Tochter Berthe, dann bei seinem Schwiegersohn Gilbert, im Stadthaus Cavaillé-Coll in der Avenue du Maine. Seit dem 18. Januar 1886 liegt er auf dem Friedhof Montparnasse in der Grabstätte Reinburg begraben.

Charles Mutin erklärte einmal: „Ich erinnere mich an Vincent Cavaillé-Coll. Ich habe es einem wunderbaren Gespräch mit ihm zu verdanken, daß ich einige Jahre lang das Haus Cavaillé-Coll verlassen habe und als Meister zurückkehrte. Ein sehr schätzenswerter Mann von extremer Faulheit."

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Vincent Cavaillé-Coll
Vincent,Berthe,Adèle und Zénaïde

CAVAILLE-COLL Vincent (1808-1886)


Vincent Cavaillé ist der älteste der Familie. Er wird einige Monate vor der offiziellen Heirat seiner Eltern geboren. Er gehört zu jener „Sippe", die nach der Niederlassung in Toulouse, Rue des Récollets im Jahre 1827 dem Bruder und „Aufklärer" Aristide im September 1833 in die Hauptstadt folgt. Bald findet sich die gesamte Familie im Viertel Saint Georges/Notre-Dame-de-Lorette zusammen. Vincent liebt die Künste, öffnet sich der Welt, nimmt das Leben von der heiteren Seite. Für seinen jüngeren Bruder gibt er praktisch ständig Anlaß zur Beunruhigung in Zusammenhang mit der von den Eltern und den beiden Brüdern gegründeten offenen Handelsgesellschaft. In Bagnères-de-Luchon heiratet Vincent am 5. März 1845 Aspasie Nadau; sie bringt am 9. Dezember desselben Jahres in Paris ein Mädchen zur Welt, das Berthe getauft wird. Berthe heiratet im Jahre 1867 einen der Lieblingsorgelstimmer des Meisters,: Gabriel Reinburg.

Aber am 11. August 1850, als Vincent gänzlich mit der Restaurierung der Orgel der Kirche St. Nazaire in Béziers beschäftigt ist, verliert er seine Ehefrau. Daran anschließend folgt eine lange unruhige Zeit… Meist vertraut Vincent seine Tochter Berthe den Tanten Nadau oder dem Bruder in Paris an und entflieht nach Spanien, wo er noch Kontakte zur Familie der Großmutter mütterlicherseits, Francesca Coll, unterhält.

Dank der Vermittlung seiner Familie heiratet Vincent am 10. Juni 1858 in der Kirche St. Sulpice ein zweites Mal, und zwar Zénaïde Blanc in Gegenwart zahlreicher Zugen, darunter Louis Reybaud.